‘ROAD’ Berlin – Morocco – Western Sahara

 

SOMA rolled on the road with 40 Berliner artist’s works
more than 10,000 kms in 50 days between the two continents.
The works are shown on the site whereever we found the best
place. SOMA’s Nomadic BLue Project was shown in Chefchaouen – Fez – Essaouria – Sidi Ifni – Dakhla. The project spots were varying from the stormy desert to on the roof a mosque.

Nomadic Exchange Project between the two continents is on-going,  currently in develpoment process to be held in Dec. 2017 for 2 weeks in Morocco for further understanding between Europe and North Africa.

 

 

Reiseschatullen – Elke Werneburg

Reiseschatullen

Elke Werneburg

Reisen? Unterwegssein, Abenteuerlust, Fremde, Begegnungen… Für Elke Werneburg als Künstlerin heißt Reisen auch: Finden! Nicht etwa Suchen, sondern Finden. Damit gemeint ist der offene, unabsichtliche, ergebnisoffene Blick in die Welt.
So kommt Werneburg zu vielen Fundstücken. Gemeinsam ist ihnen: In den Augen der Welt sind sie mehr oder weniger wertlos. Gemeinsam ist ihnen außerdem der Zauber, den sie entwickeln können unter einem offenen, empathischen, wachen Blick. Dann sind sie schön, berührend,
interessant, aufschlussreich: Bonbonpapier, Kronkorken, zur Unkennbarkeit zertretene Kunststoffteilchen, von der Zeit geschliffene Glas- oder Porzellanscherben, Stofffetzen, Steine, Plastikzeugs. Farbiges, Rundes, Schroffes, Glitzerndes, Rätselhaftes…
Im Kern geht es hier um ästhetische Erfahrung, die zu tun hat mit Wertschätzung: unvoreingenommene, unmittelbare, wertschätzende Aufmerksamkeit für das Hier und Jetzt. Aus dieser Erfahrung heraus entstehen Werneburgs Schatullen-Arbeiten. Und diese Erfahrung wird
auch möglich in der Rezeption.
Exemplarisch in ihrer Anschaulichkeit und Deutlichkeit: die Reiseschatullen voller Miniatur-Fundstücke. Fertiggestellt (2015) sind sieben: Berlin, Goa, Lissabon, Korfu, Marokko, Paris, Venedig; vielleicht entsteht in New York eine achte. – Die Ausstellungsauswahl: Berlin, Goa, Paris. – Jede Schatulle ist erstens eingebettet in eine gefundene länderspezifische Plastiktüte.
Beigelegt ist zweitens ein Heftchen mit Kurzinfos zu Fundorten etc. Sämtliches Material ist secondhand.
Aufschlussreich ist, worum es sich hier nicht handelt: Die Fundstücke sind nicht kunstkonventionell aufbereitet; nicht aufgewertet durch gestalterische Einbindung in einen neuen, sinnstiftenden Kontext – etwa eine Montage, eine Installation, eine Skulptur. Sondern sie bleiben ›sie selbst‹: Fundstücke – mit einem Zuhause in ihrer Schatulle. Von Reisen, von Orten der Welt wird hier berichtet durch Präsenz der Dinge und ihre ästhetische Erfahrbarkeit.

www.elkewerneburg.de

Foto credit  www.martin-liebermann.de  Text  www.adele-gerdes.de

Curator : Nabi Nara

copyright www.somagallery.de